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Ausgewachsene Rehe (Capreolus capreolus) haben eine Körperlänge von 93 bis 140 Zentimeter und erreichen eine Schulterhöhe zwischen 54 und 84 Zentimeter. Sie wiegen je nach Ernährungszustand zwischen elf und 34 Kilogramm. Generell steigt das Gewicht von Südwesten nach Nordosten, von tiefen in höhere Lagen und von wärmeren zu kälterem Klima. So wiegen Ricken im Südwesten Spanien durchschnittlich 17,1 und im Norden Spaniens 23,2 Kilogramm. In Norwegen erreichen Ricken dagegen ein durchschnittliches Gewicht von 28,8 Kilogramm. Einen ausgeprägten Sexualdimorphismus gibt es bezogen auf die Körpermasse nicht.
Falls Sie die Entstehungsgeschichte einiger dieser Fotos interessiert, finden Sie hier mehr Informationen dazu.
Auf Grund mehrerer Merkmale wird das Reh dem sogenannten Schlüpfertypus zugerechnet. Es hat eine leicht gekrümmte und nach vorn abfallende Wirbelsäule, wodurch die Kruppe höher liegt als der Widerrist und das Geweih des Bocks ist verhältnismässig klein. Die keilförmige Körperform ist dem lautlosen Durchwinden von dichter Vegetation angepasst. Die Beine sind im Verhältnis zum Rumpf zierlich und lang, die Hinterläufe sind im Sprunggelenk stark eingeknickt und die gut entwickelte Oberschenkelmuskulatur ermöglichen Rehen weite und hohe Sprünge. Anders als der Rothirsch, der bei Beunruhigung mit schnellem ausdauernden Lauf flüchtet und der dem Läufertypus zugeordnet wird, sucht das Reh bei Beunruhigung normalerweise mit wenigen schnellen Sprüngen Deckung im Dickicht.
Der Kopf ist im Verhältnis zur Körperlänge kurz, im Profil wirkt er fast dreieckig. Die Ohren sind lang-oval und zugespitzt und entsprechen in ihrer Länge etwa zwei Drittel der Kopflänge. Die Iris ist schwarzbraun mit einer quer gestellten Pupille. Der Hals ist schlank und länger als der Kopf. Das Haarkleid besteht aus Leithaaren, Grannenhaaren und Wollhaaren. Grannen- und Leithaare bilden die Deckenhaare, darunter liegen die sehr dünnen und stark gekräuselten Wollhaare. Das Haarkleid ist im Sommer auf der Körperoberseite und den Aussenseiten des Körpers glänzend rot, wobei die Färbung individuell von einem dunklen Braunrot bis zu einem Fahlgelb variieren kann. Die Innenseite der Läufe und der Unterbauch sind heller und gelblicher. Die Hinterseite des Oberschenkels, der sogenannte Spiegel, hebt sich vom übrigen Fell ab und ist gewöhnlich von gelblich weisser Farbe. Böcke haben am Kinn und an jeder Seite der Oberlippe einen kleinen weissen Fleck, auch oberhalb der Nasenpartie ist häufig ein weisser Fleck ausgebildet. Die Ohren sind bei beiden Geschlechtern auf der Aussenseite braungrau mit einem dunklen bis schwarzen Rand, innen ist das Ohr dagegen hellgrau bis weiss. Der Übergang vom Sommer- zum Winterhaarkleid erfolgt im September und Oktober. Er verläuft zunächst unauffällig, weil die roten Sommerhaare lange das wachsende graue Winterhaar optisch überdecken. Der für einen Beobachter erkennbare Haarwechsel verläuft dagegen sehr schnell und ist bei gesunden Rehen innerhalb einer Woche abgeschlossen. Im Winter variiert die Farbe des Haarkleides zwischen Hell- und Dunkelgrau. Auch im Winterhaarkleid ist die Körperunterseite heller als die Körperoberseite. Der Wechsel vom Winter- ins Sommerkleid erfolgt in Mitteleuropa im Zeitraum von März bis April. Die Sommerhaare sind zuerst am Kopf sichtbar, dann auf dem Widerrist.
Das Fell der Rehkitze ist rotbraun und weist zunächst eine weisse Punktierung auf dem Rücken und auf den Flanken auf. Diese weisse Fleckenzeichnung wird ab einem Alter von einem Monat allmählich undeutlicher und verschwindet bis zum Alter von zwei Monaten durch das Überwachsen durch rote Sommerhaare. Unter dem langen roten Haaren sind die weisen und braunen Kitzhaare noch bis zum Wechsel in das Winterhaarkleid vorhanden.
Rehe halten sich innerhalb eines bestimmten, definierbaren Aktions- oder Wohnraums auf. Adulte Tiere sind dabei sehr standorttreu. Die Grenzen des Aktionsraums eines einzelnen Tieres oder eines Sprunges orientieren sich an bestehenden topographischen Linien wie beispielsweise Feldrändern, Böschungen, Wegen, Strassen und Hecken. Die Grösse der Fläche schwankt nach Jahreszeit, Biotop, Äsungsangebot, Alter und Geschlecht der Tiere. In der Regel sind die Aktionsräume im Sommer kleiner als in den übrigen Jahreszeiten.
Innerhalb ihres Aktionsraumes bevorzugen Rehe solche Ruhezonen, die ihnen einen optimalen Überblick über die Umgebung erlauben. So finden sich Ruheplätze häufig an Hügelkuppenrändern oder Hangterassen. Erhöhte Liegeplätze haben ausserdem auch akustische Vorteile, da hier die Hörweite erhöht ist und sie sind stärker bewindet, so dass Rehe potentielle Störer auch schneller riechen. Da sie stärker dem Wind ausgesetzt sind, sind erhöhte Liegeplätze insbesondere bei warmen Wetter kühler. Gleichzeitig können Rehe auf grössere Distanz Feinde erkennen und sich durch kurze Fluchten einer Begegnung entziehen. In der Nähe von Strassen wird der Lagerplatz hingegen so gewählt, dass ein Sichtkontakt durch Ducken oder langsamen Rückzug gemieden werden kann.