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Der Eichelhäher
Der Eichelhäher erreicht eine Länge von 30 - 34 cm bei einem Gewicht von lediglich 170 Gramm. Seine leicht verlängerten Scheitelfedern kann er bei Gefahr zu einer Federhaube aufstellen. Sein Gefieder weist meistens eine rötlichbraun Grundfärbung auf, seine Flügel sind schwarz mit weissen Mustern. Das Schulterblatt, der Ansatz der Flügel weist eine weiss-blau-schwarze Musterung auf. Interessant ist, dass der Eichelhäher in der Lage ist, Stimmen anderer Vögel nachzuahmen, häufig Greifvögel wie Bussarde. Eichelhäher können ein Alter von über 15 Jahren erreichen.
Er ist in der Welt weit verbreitet und kommt sowohl in Amerika, Europa als auch in weiten Teilen Asiens vor. Der Eichelhäher bewohnt neben Laubwald auch Misch- und Nadelwälder. Auch in Parks und grossen Gärten ist er oft zu finden. Der Eichelhäher ist ein Allesfresser. Zu seiner pflanzlichen Nahrung gehören u.a. Eicheln, Bucheckern, Nüssen, Beeren und Getreide. An tierischer Nahrung nimmt er Vogeleier, junge Vögel, aber auch Mäuse, größere Insekten und deren Larven zu sich. Im Herbst beginnt der Eichelhäher mit dem Sammeln von Waldfrüchten wie Eicheln und Bucheckern, die er in der Nähe seiner Behausung vergräbt. Er hat somit auch in der kalten Jahreszeit immer genügend Nahrungsreserven.
Der Habicht
Die Übersetzung seines wissenschaftlichen Namens lautet »Edler Greifer«. Ist heutzutage der Name Habicht allgemein gebräuchlich, so nannte man ihn früher noch Hühnerhabicht oder Doppelsperber.
Der Herrscher unter den tagaktiven Vögeln ist in unserer Gegend ohne Zweifel der Habicht. Wenn der Bauer oder die Bäuerin behaupten der "Geier" habe ihnen ein Huhn geholt, dann handelt es sich entweder um einen auf Abwege geratenen Bussard oder um einen auf Haushühner spezialisierten Habicht. In der Tat sind der Habicht und der ihm nächsten verwandte, etwas kleinere Sperber unter unseren Raubvögeln die häufigsten Räuber. Besonders aus grösserer Entfernung kann man den Habicht mit dem Sperber verwechseln. Das Erscheinen ruft unter der Vogelwelt immer Aufregung hervor. Besonders das Habichtsweibchen, deutlich größer und etwa 1/3 schwerer als das Männchen (Terzel), vermag auch größere Beute zu schlagen. Heute wissen wir, wie wichtig eine natürliche Regulierung und Auslese für die Gesunderhaltung von Tierarten ist. So spielt der Habicht eine wichtige Rolle in unserer natürlichen Lebensgemeinschaft. Heute ist der Habicht in Europa nicht mehr direkt gefährdet. Es ist sogar zu beobachten, dass er gerade in der Nähe des Menschen wieder zunehmend jagt und brütet. Der Habicht kann im Flug überaus schnell beschleunigen und ist zu den schärfsten Wendungen fähig. Er stürzt entweder plötzlich aus einer versteckten Warte hervor oder biegt überraschend um eine Ecke und schlägt seine Beute am Boden wie in der Luft. Auch wo der Habicht häufig vorkommt, sieht man ihn kaum, am ehesten noch im Frühjahr, wenn er hoch über dem Brutgebiet seine Flugkünste vorführt. Der Habicht ist ein überaus wendiger und kräftiger Flieger. Beim Jagdflug fliegt er rasch beschleunigend flach über den Boden oder den Baumkronen, nützt jede Deckung wie Unebenheiten, Büsche und Bäume geschickt aus und überrascht so seine Beute. Meist lebt der Habicht eher versteckt im Wald, ausserhalb der Brutzeit ist aber in allen Lebensräumen anzutreffen. Habichte sind monogam und streng territorial. Das Revier wird durch häufiges "gickern" und durch Schauflüge markiert. Bei diesen Schauflügen werden in geradem Flug die Flügel langsam tief nach unten und wieder nach oben geschlagen. Dringen fremde Artgenossen in das Revier ein, wird zuerst durch Rufe versucht, den Eindringling zu vertreiben, anschließend durch Annäherung und weitere Rufe. Im Gegensatz zu anderen Greifvögeln erfolgen direkte Angriffe mit Körperkontakt bei Habichten im Rahmen territorialer Auseinandersetzungen offenbar nur als allerletztes Mittel. Vermutlich ist dies darauf zurückzuführen, dass eine solche Auseinandersetzung wegen der auf die schnelle Tötung von relativ grossen Wirbeltieren spezialisierten Füße und Krallen für beide Parteien mit einem erheblichem Risiko verbunden ist
Der Mäusebussard
Der Mäusebussard erreicht eine Körperlänge von 52 bis 57 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 110 bis 130 Zentimeter sowie ein Gewicht von 700 bis 1.000 Gramm. Wie bei allen Greifvögeln wird das Weibchen rund 25 Prozent grösser und schwerer als das Männchen. Das Obergefieder ist sehr variabel gefärbt. Es kann schwarzbraun, braun bis dunkelbraun, fast weiss oder auch gräulich sein. Die Bauchseite ist dabei immer deutlich heller. Dunkle Gefieder sind meist hell gebändert, sehr helle Gefieder weisen hingegen eine bräunliche Bänderung auf. Die Flügelspitzen sind immer deutlich dunkler gefärbt als das restliche Gefieder. Im Flug ist er sehr leicht zu erkennen. Charakteristisch sind seine breiten, deutlich abgerundeten Flügel und der relativ kurze Schwanz. Die Beine und die Klauen sind gelblich gefärbt. Der Schnabel ist grau bis dunkelgrau. Die Wachshaut im Gesicht, die am Schnabelansatz beginnt, ist gelblich gefärbt. Der Mäusebussard lebt meist einzelgängerisch oder auch paarweise.
   
   
   
Der Mäusebussard ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis in die polaren Gebiete Skandinaviens. Im Süden werden Südeuropa, der Mittlere Osten und Nordafrika besiedelt. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis ins Ferne Sibirien. Auch in den gemässigten Regionen von Zentralasiens ist er zu Hause. Die nördlichen Populationen ziehen im Winter in südliche Gebiete, um der strengen Kälte der polaren Winter zu entgehen. Sie ziehen je nach Verbreitungsgebiet nach Ost- oder Südost-Afrika oder nach Südostasien. Der Lebensraum der Mäusebussarde ist so vielfältig wie das Verbreitungsgebiet. Sie bewohnen neben der Tundra und Steppen auch Grasland. Auch landwirtschaftliche Flächen und teilweise auch die alpinen Hochgebirge werden besiedelt. In der Nähe menschlicher Siedlungen werden sie ebenfalls oft gesehen. Nist- und Schlafplätze sind meist in lichten Wäldern oder an deren Rändern zu finden.
Der Hausrotschwanz
Der Hausrotschwanz erreicht eine Körperlänge von vierzehn bis fünfzehn Zentimeter sowie ein Gewicht von fünfzehn bis zwanzig Gramm. Die Geschlechter weisen einen deutlichen Geschlechtsdismorphismus auf. Die Männchen sind überwiegend gräulich gefärbt, der Schwanz weist in den äusseren Bereichen eine rötliche Färbung auf. Der Kehl- und Wangenbereich ist schwärzlich gefärbt. Die Weibchen sind deutlich unscheinbarer und sind graubraun gefärbt. Der Schwanz ist rotbraun, der Kehlbereich weist eine gräuliche Färbung auf. Der kurze Schnabel ist bei beiden Geschlechtern dunkelgrau gefärbt. Der Hausrotschwanz ist hauptsächlich tagaktiv, er ist aber streckenweise auch noch während der Dämmerung zu beobachten. Bereits in den frühen Morgenstunden kann man seinen Gesang vernehmen. In unseren Breitengraden gehört der Hausrotschwanz zu den ersten Vögeln im Frühjahr. Sie kehren meist schon gegen Ende Februar in ihre Brutgebiete zurück.
Der Hausrotschwanz ist während der Brutzeit in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas verbreitet. Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis ins südliche Skandinavien. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis in den Kaukasus, streckenweise auch bis ins westliche Sibirien. Auch in Vorderasien bis zum Rand des Himalaya sind sie gebietsweise anzutreffen. Sie besiedeln vorwiegend felsige Habitate, sind aber auch in der Nähe von Siedlungsräumen. In Höhenlagen kommen sie bis in Höhen von bis zu 3.000 Metern vor. Im späten Herbst bzw. im frühen Winter ziehen die Hausrotschwänze in den Süden Europas oder ins nördliche Afrika zum überwintern.
Die Bachstelze
Die Bachstelze findet man in ganz Europa, sowie in Teilen Asiens.
In Europa ist sie die häufigste heimische Stelze. Wie der Name schon vermuten lässt, sind Bachstelzen in Wassernähe
zu finden, sie sind aber nicht auf eine Wasserumgebung angewiesen. Genauso häufig sind sie auch auf Wiesen und Wegen, in Parks oder an Strassenrändern und in Städten zu sehen.
Im Herbst ziehen die Bachstelzen Richtung Süden in den Mittelmeerraum bis nach Nordafrika. In den südlicheren Zonen
überwintern die Vögel im Brutgebiet. Ab März erfolgt die Rückkehr nach Mittel- und Nordeuropa.
Gesang hört man von der Bachstelze selten. Typische Rufe klingen wie "zipp", "zissis" oder "zwilipp" und werden oft bei Auffliegen abgegeben. Als Nahrung fressen die Bachstelzen hauptsächlich Insekten, wie Mücken, Fliegen und Ameisen.
Die Rauchschwalbe
Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) sieht man in ganz Europa mit Ausnahme von Island und dem Nordkap. Die Rauchschwalbe gehört zu den Zugvögeln und somit sieht man sie bei uns nur in der Zeit von März bis Oktober. Unsere Rauchschwalben haben ihr Winterquartier in Südafrika, aber einige Rauchschwalben bleiben zum Überwintern bereits in Mittelafrika. Lebensraum: Rauchschwalben hat man früher in jedem Dorf angetroffen, was heute aber nicht mehr der Fall ist. Da man die Bauernhöfe aus den Dörfern verdrängt hat, hat man gleichzeitig die Brutplätze der Rauchschwalben vernichtet. Lebensraum: Unsere Rauchschwalben brauchen offene Kulturlandschaft mit Bauernhöfen und deren Stallungen, da die Rauchschwalbe ihre Nester in und an den Bauernhöfen baut. Sucht Ihr das Gewicht, die Brutzeit, die Grösse, das Alter oder die Flügelspannweite, dann schaut im Steckbrief nach. Aussehen: Wie sieht eine Rauchschwalbe aus? Männchen und Weibchen der Rauchschwalbe sehen fast gleich aus. Der Unterschied liegt in der Länge der Schwanzspitzen. Das Weibchen hat die kürzeren Schwanzspitzen.
Gegenüber der Mehl-, und Uferschwalbe ist die Rauchschwalbe mit ihren 19 cm die Grösste. Durch ihren langen Schwanz, braunen Kehlfleck, die dunkle Brust, die weisse Unterseite und dem bläulich schwarz glänzenden Rücken kann man sie gut von den anderen Schwalben unterscheiden.
Die Rauchschwalbe baut ihr Nest aus lehmhaltiger Erde die mit Speichel zusammengeklebt wird. Zwischen den einzelnen Erdklumpen werden Stroh oder andere Halme mit eingebunden. Von innen wird das Nest mit Grashalmen und Federn ausgepolstert. Das Nest ist oben offen und nicht, wie bei den Mehlschwalben, die nur ein kleines Einflugsloch in ihrem Nest haben, fast komplett geschlossen. Die Rauchschwalbe hat zwei Jahresbruten in der Zeit von April bis August. Sie legt 4 bis 6 weisse Eier mit rotbraunen Flecken. Die Brutdauer beträgt 15 Tage und dann werden die Jungen von beiden Eltern ca. 21 Tage mit Nahrung im Nest versorgt. Die Nahrung der Rauchschwalben besteht aus kleinen Fluginsekten aller Art, die sie meistens dicht über dem Wasser oder dem Boden während des Fluges fangen. Wenn sie auf Bäumen sitzen picken sie Blattläuse auf. Wenn die jungen Rauchschwalben das Nest verlassen haben und auf Leitungen oder Wäscheleinen sitzen, kann man die Jungen an ihrem blassen Kehlfleck und den kurzen Schwanzfedern gut erkennen.
Die Rabenkrähe         Der Turmfalke 
Die Rabenkrähe

Die Aaskrähe tritt bei uns in zwei leicht unterscheidbaren Formen auf: Rabenkrähe und Nebelkrähe. Bei dieser Art heisst das Erfolgsrezept nicht Spezialisation, sondern Anpassungs- und Lernfähigkeit. Krähen sind als Allesfresser die Hauptgewinner der heutigen Entwicklung in der Landwirtschaft. Der für Silage übliche, fast gleichzeitige Schnitt grosser Flächen macht Krähen dank guter Flug- und Laufeigenschaften sowie gemeinschaftlicher Nutzung des Nahrungsangebots gegenüber anderen Vögeln der Agrarlandschaft überlegen. Als Nesträuber und Schädling wird die Krähe schon lange verfolgt. Aus ökologischer Sicht gibt es dafür allerdings keine stichhaltigen Gründe. Trotz aller Nachstellungen konnte der Bestand nirgends stark dezimiert werden. Besonders Nichtbrüterschwärme können an landwirtschaftlichen Kulturen Schäden anrichten. Andererseits sind Krähen auch sehr nützlich, denn sie vertilgen gerade zur Brutzeit zahllose Mäuse und Schnecken.
Der Turmfalke

Der Turmfalke ist Tagaktiv, doch findet seine Jagd auch bis tief in die Dämmerung hinein statt. Schneller, hastig wirkender Flügelschlag; mitunter auch kreisend. Charakteristisch ist dabei das Rütteln. Er jagt auch von der Sitzwarte aus. Es kommt auch die Nestplünderung vor. Sein Nestterritorium verteidigt er. Vor der Brutzeit finden Flugjagden bei Männchen und Weibchen statt. Balzflug des Männchens. Artgenossen werden durch Luftattacken aus dem Revier vertrieben.Der Turmfalke ist der weitverbreiteste Falke Europas. Verbreitungslücken sind in stark bewaldeten Gebieten. Er ist auf allen Kontinenten anzutreffen. In Amerika und Australien leben verwandte Arten. In Spanien, Frankreich, Italien und Russland ist der Bestand durch die intensive Betreibung der Landwirtschaft zurückgegangen.
Er lebt auf freien Flächen mir niedriger Vegetation. Sein Jagdgebiet kann mehrere Kilometer vom Nist Standort entfernt liegen. Bei geschlossenen Wäldern nur am Rand.
Der Kolkrabe          
Der Kolkrabe

Der Kolkrabe wurde als angeblicher Schädling der Jagd und der Landwirtschaft über Jahrhunderte rücksichtslos verfolgt und in Teilen Mittel- und Westeuropas sowie im Osten der USA ausgerottet. In Europa erreichte der Bestand um 1940 seinen Tiefpunkt und das Verbreitungsgebiet seine geringste Ausdehnung. Zu dieser Zeit gab es in Mitteleuropa nur noch im südlichen Dänemark und in Schleswig-Holstein, im Osten Polens sowie im Alpenraum nennenswerte Bestände. Einzelpaare gab es noch in den an Schleswig-Holstein grenzenden Teilen von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Jagdruhe im Zweiten Weltkrieg und den Jahren danach setzte eine Bestandserholung ein. etwa ab 1960 begann die Art dann auch mit der Wiederbesiedlung der Teile Mitteleuropas, in denen sie ausgerottet worden war.
Kolkraben sind die grössten Singvögel. Sie können über weite Strecken gleiten und in Aufwinden ohne Flügelschlag kreisen. Vor allem im Frühjahr trudeln sie paarweise in der Luft, schliessen die Flügel halb, rollen sich seitwärts ab und stürzen atemberaubend schnell in die Tiefe. Kolkraben können kurze Strecken auf dem Rücken fliegen. Die Paare leben in Dauerehe und festigen den Zusammenhalt durch Kraulen, Füttern oder Gefiederpflege. Weil der Kolkrabe auch schwaches Jungwild überwältigen kann, galt er lange Zeit als Schädling und wurde stark verfolgt. Heute ist bekannt, dass der Kolkrabe ein wichtiger Gesundheitspolizist ist, da er sich überwiegend von Aas ernährt.
Der Bestand an Kolkraben in der Schweiz war im Jahre 2004 etwa 1500-2500 Paare.
Die Stockente        Der Buchfink
Die Stockente

Die Stockente ist die grösste bei uns heimische Schwimmente und wiegt im Durchschnitt etwa 1100 Gramm. Das Männchen ist im Prachtkleid unverkennbar. Es hat dann einen flaschengrünen Kopf, einen schmalen weissen Halsring und einen dunkelbraunen Kropf. Die Unterseite des Erpels ist hell weissgrau, im Schwanz hat er vier henkelförmig gekrümmte Federn, die Erpellocke. Die Füsse sind leuchtend orangerot, der Schnabel ist gelb.
Die Erpel kann man auch im Schlichtkleid am gelben Schnabel erkennen, wenn sie sich sonst kaum noch vom Weibchen unterscheiden. Weibchen haben einen eher bräunlichen Schnabel und sind unscheinbar braun gefärbt.
Auch wenn Stockenten überwiegend pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, sind sie dennoch Allesfresser, die gern Schnecken, Würmer, Kaulquappen und selbst kleine Frösche verschlingen. Stockenten gibt es so zahlreich, weil sie sehr anspruchslos sind. Ihnen ist es ziemlich egal wie das Gewässer aussieht. Wenn die Stockenten am Ufer keine Möglichkeit zum Brüten finden, suchen sie sich auch fern ab vom Wasser in der weiteren Umgebung geeignete Nistgelegenheiten. Ihre Jungen führen sie aber wieder zum Wasser.
Der Buchfink

Nicht der Haussperling oder die Amsel, sondern der Buchfink ist unser häufigster Brutvogel. Er kommt überall vor, wo zumindest einige Bäume wachsen, denn er ist nicht besonders wählerisch. Im Winter ist der Buchfink ein zahlreicher Gast an Futterhäuschen. Hier begnügt er sich meist damit, die heruntergefallenen Samen am Boden aufzunehmen. Da die Weibchen etwas kleiner und deshalb den Winterbedingungen weniger gut gewachsen sind, ziehen vor allem sie nach Westen und Süden. Deshalb überwiegen im Winter bei uns und besonders in Nordeuropa die Männchen. Das dürfte der Grund sein, weshalb der Buchfink seinen wissenschaftlichen Namen Fringilla coelebs, der «ledige Fink», erhalten hat.
Wegen seines Gesanges wurde (und wird ?) der Buchfink auch als Käfigvogel gehalten und gezüchtet. Es wurden Wettbewerbe in der Art abgehalten, dass man die Käfige der Tiere immer näher aneinander stellte, bis die "Konkurrenten" entnervt ihren Gesang einstellten. Sieger war also der Fink, der zuletzt sein "Revier" mit seinem Gesang verteidigte.
Das Rotkehlchen        Der Stieglitz
Das Rotkehlchen

Das Rotkehlchen gehört zu den häufigsten Brutvögeln in Nord-, West- und Mitteleuropa. Zwar kommt es immer wieder zu Bestandsschwankungen und besonders infolge von strengen Wintern auch zu Bestandsrückgängen, aber nach solchen Rückschlägen kann sich der Bestand innerhalb eines einzigen Jahres fast völlig erholen. Das Rotkehlchen ist also alles andere als eine bedrohte Art, die vielerorts gerade in den letzten Jahren beständig zuzunehmen scheint.
Herrlich klingt zudem noch der wehmütig-melancholische Gesang. Hört man den Gesang, merkt man dem Rotkehlchen seine Verwandtschaft zu den Sangeskünstlern Nachtigall und Singdrossel aus der Familie der Drosseln an.
Ein weiterer Vorzug des Rotkehlchen: Es ist nicht scheu und lässt sich gut und leicht beobachten. Man braucht nur ein Stück Garten umzugraben und schon stellt es sich ein, um in der frisch umgegrabenen Erde nach Fressbarem zu suchen. So gesehen ist das Rotkehlchen ein echter Sympathieträger in der Welt der Vögel.
Neben Gärten und Parks bevorzugen sie Waldränder, vor allem wenn sie in Gewässernähe etwas feucht sind. Hauptfeind des Rotkehlchens ist der Sperber, auch Wiesel, Katzen, Ratten und Mäuse, Eichelhäher und Elstern können dem häufig am Boden brütenden Vogel gefährlich werden. Auch durch die Singvogeljagd in Südeuropa werden viele Rotkehlchen getötet. Interessant ist das Zugverhalten des Rotkehlchens. So gibt es bei uns Vögel, die im Winter bei uns bleiben und solche, die im Winter fortziehen. Die Männchen sind zum Grossteil Standvögel und überleben auch kalte Winter recht gut. Sie haben es dann im Frühjahr leichter die Gunst eines Weibchens zu gewinnen, als die im Süden überwinternden Männchen, weil sie bereits ein ordentliches Revier gefunden haben.

Der Stieglitz

Der Stieglitz gehört zur Familie der Finken und ist mit einer Körpergrösse von etwa 12 cm kleiner als ein Spatz. Er ist auch deutlich schlanker. Von allen Finken ist der Stieglitz der farbenprächtigste. Man findet die Farben Rot, Gelb, Weiss und Schwarz in seinem Gefieder. Das Gelb im Flügel fällt besonders im Flug auf.
Die grösste Chance, einen Stieglitz zu Gesicht zu bekommen, hat man bei uns im Winter. Dann streifen die Vögel umher, oft in grossen Gesellschaften zusammen mit Zeisigen.
Stieglitze ernähren sich ausserhalb der Brutzeit am liebsten von Distelsamen. Wegen dieser Vorliebe heissen Stieglitze auch Distelfinken. Man findet den Distelfinken also besonders dort, wo viele Disteln wachsen. Disteln wachsen häufig auf Flächen, die sich selbst überlassen werden, auf Brachen. Dort werden keine Gifte gegen „Unkräuter“ eingesetzt und niemand zupft dort unerwünschte Pflanzen aus.
Zur Brutzeit halten sich Stieglitze auch gern in Obstgärten, in Parks und auf Friedhöfen auf. Das Nest ist ein wahres Kunstwerk, an dem das Weibchen 10 bis 12 Tage baut. Es wird vom Weibchen sehr gut versteckt, befindet sich meistens in etwa vier Metern Höhe in einer Astgabel eines Baumes. Wenn das Weibchen auf den Eiern sitzt und brütet, füttert das Männchen es aus dem Kropf. Die meistens fünf Jungen schlüpfen nach einer Brutdauer von 12-13 Tagen, nach weiteren 13-15 Tagen verlassen die Jungen das Nest. In der ersten Lebenswoche werden die Jungen vorwiegend mit Insekten gefüttert, dann bekommen sie zunehmend auch halbreife Samen, die die Eltern im Kropf herbeibringen. Wenn die Jungen ausgeflogen sind, werden sie noch ungefähr 8 Tage von den Eltern mitversorgt, dann sind sie selbstständig. Im Süden nistende Stieglitze brüten ein zweites Mal, im Norden findet nur eine Brut statt.
Den Namen Stieglitz verdankt der bunte Vogel seinem Ruf, der wie „stiegelit“ klingt.
Die Blaumeise
häufig brütender Jahresvogel.
Die lebhaften und geschickten Blaumeisen sind wenig scheu. Sie erscheinen im Winter oft am Futterbrett und zanken sich mit anderen Vögeln um die begehrten Happen. Im Gegensatz zu anderen Meisen legen sie keine Vorräte an, bedienen sich aber gerne aus den Verstecken beispielsweise von Sumpfmeisen. Bei der Nahrungssuche ist die Blaumeise erfinderisch. So hat sie 1929 in Grossbritannien gelernt, Verschlüsse von Milchflaschen aufzureissen, damit sie den Milchrahm verzehren kann. Dieses Verhalten hat sich in der Folge rasch ausgebreitet.
Die Bergstelze
regelmässiger, häufiger Brutvogel und Durchzügler, spärlicher Wintergast.
Die Bergstelze kommt trotz ihres deutschen Namens regelmässig in den Niederungen vor, allerdings in etwas geringerer Dichte. Mit Vorliebe besiedelt sie rasch fliessende Bäche mit kiesigen Ufern. Sie ist ein Indikator für saubere, ungestörte und naturnahe Fliessgewässer. Auffällig ist ihr ständiges Wippen mit dem Schwanz und dem Hinterkörper. Das Wasserrauschen übertönt Rufe und Gesänge, so dass für die Verständigung zwischen Partnern und Reviernachbarn gut sichtbare Bewegungen nötig sind.
Der Zaunkönig - Vogel des Jahres 2012 in der Schweiz
Der Zaunkönig ist einer der kleinsten Vögel Europas und der einzige Vertreter seiner Familie ausserhalb Amerikas. Der unscheinbare Vogel, der sich die meiste Zeit in dichtem Gestrüpp versteckt und sich eher hüpfend als fliegend durch das Unterholz bewegt, macht vor allem durch seine laute Stimme auf sich aufmerksam. Für den Bau seiner kugelförmigen Nester ist das «Haagschlüferli», wie der Zaunkönig im Dialekt auch genannt wird, auf dichtes Unterholz und liegendes Totholz im Wald angewiesen.
In milden Wintern grenzt das Zaunkönigmännchen bereits jetzt ein Revier ab mit seinem Gesang. Ab März baut es verschiedene Nester im Rohbau und lockt ein Weibchen an. Dieses wählt ein Nest aus und polstert es aus. Es legt 5-7 Eier. Bereits zu diesem Zeitpunkt schaut sich das Männchen in einem guten Lebensraum nach einem weiteren Weibchen um. Oftmals liegen die Neststandorte der verschiedenen Weibchen nicht in Sichtweite der anderen Weibchen. Bis zu 5 verschiedene Weibchen in einer Brutsaison sind nachgewiesen falls der Lebensraum genügend Nistplätze und Nahrung bietet. Die Aufzucht der Jungen ist dann weitgehend Sache der Weibchen.
Der Zaunkönig bevorzugt unterholzreiche Wälder mit viel Totholz. Im Unterholz hält er nach Insekten aller Art Ausschau. Das Nahrungsspektrum reicht von Spinnen, Motten, Weberknechten hin zu Fliegen und anderen Insekten. Das Totholz bietet ihm nebst Nahrung auch zahlreiche Nischen für den Nestbau in Höhlungen von Baumstrünken, Asthaufen, Wurzeltellern und weiteren Nischen.
Im Wald profitiert der Zaunkönig und mit ihm zahlreiche andere Arten, wenn etwas weniger getan wird, z.B. wenn Asthaufen und umgestürzte Bäume liegen gelassen werden oder abgestorbene, dickere Bäume nicht gefällt werden. In naturverjüngten Laubwäldern findet der Zaunkönig am meisten Nahrung.