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Und wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Diesmal fiel mir die Auswahl der 10 besten Fotos relativ leicht. Am Bölchen war ab März wettermässig nicht mehr viel los. Nach dem fantastischen Herbst 2014 mit optimalen Nebellagen, war der Herbst 2015 aus fotografischer Sicht doch eher enttäuschend. Deshalb sind auch "nur" zwei Fotos im Jahresrückblick 2015 von der Bölchenregion.

Anfang Februar war ich frühmorgens bei noch völliger Dunkelheit auf dem Bölchen. Es war sehr kalt und die Bise war zeitweise so stark, dazu kam dichter Nebel da ich mich knapp unterhalb der Nebelgrenze befand. Was mich jedoch hoffen liess, war die zeitweilige Sicht des Mondes. Ich stand dort im Schutz des kleinen Felsens unterhalb der Bölchenfluh, die Kamera war auf dem Stativ bei der Fahne montiert. Innert kurzer Zeit war ich und die Kamera mit Stativ mit Rauhreif bedeckt. Ich war kurz davor das Ganze abzublasen, spürte meine Hände nicht mehr, das Gesicht fast gefühllos. So stand ich über eine Stunde in der Kälte und wartete. Immer wieder rannte ich hoch auf die Fluh um mich etwas zu bewegen. Kurz vor halb 8 Uhr lichtete sich der Nebel immer mehr und zog sich schnell ganz zurück, nur im Mittelland blieb eine geschlossene Nebeldecke. So entstand dieses Foto links oben, und kurz danach noch ein weiteres von einem wunderschönen Sonnenaufgang.
Ebenfalls im Februar war ich auf dem Passwang. Ein fotografisch eher schwieriger und für mich auch oftmals unbefriedigender Spot. Die Temperaturen waren "angenehm", kein Wind und klare Sicht. Einzig die Entscheidung, wie weit ich mich an den Abgrund vor wagen kann, war etwas heikel. Die Schneeverwehungen an der Felskannte liessen nur erahnen wo der Abgrund beginnt.
Ende März war ich spontan am Neuenburgersee, nachdem bis kurz nach Neuenburg noch dichter Nebel war, lichtete er sich dem See entlang immer mehr. So hoffte ich auf spannende Stimmung, welche sich dann auch einstellte. Wie ich da am See wartete schwamm plötzlich etwas zuerst undefinierbares nahe am Ufer entlang. Bei näherem hinsehen glaubte ich zuerst einen Biber entdeckt zu haben. Aber irgendwie passte das Erscheinungsbild nicht zu einem Biber, der Schwanz war war nicht so breit. Ich folgte ihm dem Ufer entlang und ich kam zu der Erkenntnis es muss ein Fischotter sein. Zuhause recherchierte ich im Internet und danach war ich mir sicher dass ich einen Fischotter gesehen hatte. 
Anfang April war ich mit Roland Moser im Baselbiet unterwegs um neue und interessante Motive zu suchen. Unser Augenmerk richtete sich dabei hauptsächlich auf blühende Obstbäume. Oberhalb von Buus fiel uns ein einzelner und freistehender Kirschbaum in voller Blüte auf. Ein richtiger Prachtsbaum, der von seinem Besitzer gehegt und gepflegt wird. Am folgenden Morgen war ich frühzeitig vor Ort um den Kirschbaum während der Morgenröte zu fotografieren. Leider kam genau zur besten Zeit der Besitzer um ihn mit Schutzmittel zu besprühen. Ungeduldig wartete ich etwas abseits, da der Gestank dieses Mittels doch sehr erheblich war. Die schöne Verfärbung am Himmel war doch schon fortgeschritten als sich der Bauer endlich mit seiner Giftspritze entfernte. So gelang mir doch noch ein stimmungsvolles Bild von diesem Prachtsbaum.
 
Kurz nach Weihnachten war ich mit Martin Schnetzler abends am Thunersee, eigentlich waren wir schon fast zu spät dran, irgendwie schien der Wurm drin an diesem Abend, ich war nicht ganz bei der Sache. So misslangen mir die ersten beiden Aufnahmen. Irrtümlicherweise hatte ich den "Big Stopper" montiert und merkte es erst bei der letzten Aufnahme. Es war in der Zwischenzeit doch schon relativ dunkel und so belichtete ich halt einfach 3 Minuten. Auf dem Display meiner Kamera konnte ich dann sehen dass wenigstens diese Aufnahme brauchbar ist.
Auf dem Nachhauseweg wollte ich unbedingt noch in Olten vorbei um die Alte Holzbrücke zu fotografieren. Zuerst war kein Nebel und es waren am ersten Standort einfach Nachtfotos ohne spezielle Stimmung. Kurz nachdem ich den Standort gewechselt hatte, zogen die ersten schwachen Nebelschwaden der Aare entlang. Fasziniert von diesem Schauspiel vergass ich beinahe den Auslöser zu betätigen. Irgendwie fühlte ich mich wie in einem "Edgar Wallace" Film an der Themse in London.
Anfang November war ich spontan frühmorgens am Ankenballen. Auf dem Kilchzimmersattel sah ich dass der Nebel schön ruhig über dem Tal liegt
und eine extrem klare Sicht herrschte. Am Standort angekommen wollte ich eigentlich die Lichter von Mümliswil und Langenbruck ,welche schwach 
durch den Nebel schimmerten, zum Vorschein bringen. Leider war die erste Aufnahme zu wenig lang belichtet. In der Zwischenzeit war es im Osten schon etwas hell. Mit dem Licht des  abnehmenden Mond und dem ersten Tageslicht entstand dann diese Aufnahme. Für mich mein bestes
Ankenballen Foto.

Das "Highlight" in Sachen Erlebnis war sicher der Abend Anfang Juni auf dem Creux du Van. Nichts deutete bei der Hinfahrt darauf hin dass dieser
Abend unvergesslich werden sollte. Weit im Westen waren die ersten Ausläufer eines Gewitters erkennbar, aber ob diese reichten um ein dramatisches Foto zu schiessen? Wir bezweifelten es zuerst. So wanderten wir auf die andere Seite dieses imposanten Felskessels im Jura. Dort angekommen türmten sich schon die Wolken dieser Gewitterfront. Fasziniert von diesem Schauspiel vergassen wir alles ringsum. Wie ich mich da kurz umschaute
sah ich dass sich von Osten ein weiteres Gewitter näherte, der Himmel war schon bedrohlich dunkel und auch hier zuckten schon die ersten Blitze,
aber es schien uns noch nicht gefährlich genug. Nach einer weiteren Viertelstunde packten wir doch unsere Fotoausrüstung zusammen und
marschierten los, Aber nur etwa 5 Minuten, denn genau in diesem Augenblick kam die Sonne unterhalb des andern Gewitters glutrot zum Vorschein.
Wir schauten uns kurz an und hatten denselben Gedanken. Alles wieder ausgepackt und weiter fotografieren. Danach war aber höchste Zeit. Wir marschierten der Krete entlang auf die andere Seite wo wir unsere Zelte aufstellen wollten. Wir kamen genau bis zu dem kleinen Wäldchen als die
ersten Regentropfen fielen. Jetzt begann es wie aus Kübeln zu schütten und wir waren innert kürzester Zeit pflotschnass. Roland versuchte noch sein
Zelt aufzustellen, aber das war eher als Pool zu gebrauchen. Also entschlossen wir zum Auto runterzulaufen. Genau in dem Moment als wir
weitergehen wollten, krachte in unmittelbarer Nähe mit einem ohrenbetäubenden Knall der erste Blitz runter, genau auf dem Pfad der zum Parkplatz
vom Restaurant führte. Wir berieten ein paar Minuten und entschlossen das Gewitter "auszusitzen". Wir nahmen das Zelt über unsere Köpfe um zumindest vor dem Regen geschützt zu sein. So sassen wir knappe zwei Stunden am Steinzaun und warteten. Noch 3 mal krachte es in unmittelbarer Nähe, von den hunderten anderen Blitzen kamen wir gar nicht mehr viel mit. Wir warteten immer nur auf den nächsten Einschlag in unserer Nähe. Um etwa halb zwölf Uhr entfernte sich die Gewitterfront langsam und wir entschlossen uns zum Auto runterzulaufen, es schüttete immer noch ziemlich
stark, auch zuckten noch jede Menge Blitze am Himmel. Zuerst fanden wir den Rückweg nicht mehr, aber irgendwann beschlossen wir einfach quer
über das Feld zu laufen weil wir weiter unten schwache Lichter sahen, es war das Restaurant wo unser Auto parkiert war. 
Ende September war ich mit Martin Schnetzler bei der Burg Hohenzollern in Deutschland. Wir hofften auf Vollmond, Sonnenaufgang oder Nebel. Am
Spot angekommen hatte es zwar Nebel, aber Hochnebel, so dass vom Vollmond nichts zu sehen war. Wir stellten unsere Zelte auf und stellten den Wecker auf 3 Uhr. Auch zu dieser Uhrzeit war immer noch Hochnebel, das wiederholten wir jede halbe Stunde. Um 5 Uhr stellten wir unsere Stative auf und warteten. Richtung Osten zeigte sich später schwach die aufgehende Sonne, aber das Licht reichte nicht bis zur Burg. Inzwischen hatte sich
jedoch östlich von uns eine Nebelbank gebildet welche sich langsam westwärts bewegte. Plötzlich ging alles schnell. Der Nebel zog hinter der Burg
durch und kam im Einschnitt unterhalb wieder zum Vorschein. Ein faszinierendes Schauspiel. Mal verschwand die Burg im Nebel, dann kam sie wieder
schemenhaft zum Vorschein. Der ganz Spuk dauerte eine gute halbe Stunde, dann verzog sich der Nebel endgültig.

Anfang September war ich mit Roland Moser und Jacqueline Fellmann am Seealpsee. Der steile Aufstieg mit Vollpackung hatte es in sich. Es war ein lustiger Abend und der darauffolgende Morgen einfach traumhaft.

Ein Foto welches für mich auch zu den besten Fotos von 2015 gehört, ist der Blue Moon  (zweiter Vollmond innerhalb eines Monats)
beim Ankenballen, ich denke im Hochformat kommt er richtig zur Geltung.

Ein Highlight im Jahr 2015 war sicher unser Foto Event im Berghaus Ober-Bölchen. 66 Teilnehmer durften wir begrüssen, viele Leute die ich vorher
noch nicht persönlich kannte, einmal persönlich treffen. Es war ein gelungener Abend. Der Termin für den Fotoevent 2016 steht: der 5. November.
Wir werden einige Änderungen vornehmen damit der Abend noch abwechslungsreicher wird.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei all den Personen die mich 2015 auf einigen Touren begleitet haben. Ein ganz besonderes Dankeschön an
Roland "Bill" Moser, seine Ausdauer und Perfektion faszinieren mich immer wieder!

Ich hoffe meine persönliche Auswahl gefällt euch und freue mich auf das Fotojahr 2016. Die Reihenfolge der Fotos ist rein zufällig.