Home
Der Belchen
Die Ankenballen
Frühlingsfotos
Sommerfotos
Herbstfotos
Winterfotos
Kanton Baselland
Schweizer Jura
Schweizer Mittelland
Zentralschweiz
Berner Oberland
Schweiz Fotos
Kirschblüte Baselbiet
Top 10 2016
Top 10 2015
Top 10 2014
Top 10 2013
Dolomiten
Burg Hohenzollern
Die Gwidemfluh
Die Lauchfluh
Das Kilchzimmer
Der Ruchen
Fortifikation
Nostalgie Fotos
Ansichtskarten
Militär Fotos
Zeitungsberichte
Bergrutsch 1969
Eptingen
Der letzte Wolf
Wildkatzen
Feldhasen
Luchse
Gämsen
Füchse
Rotmilane
Rehe
Vögel
Belchen Käse
Berggasthöfe
Wildkamera
Baselland Gemeinden
Wasserfälle
Links Gemeinden
Links
Fotograf/Webmaster
Foto-Workshops
Foto-Event
Fotogeschichten
Kontakt
 
 
Das Bölchenmutschli, welches Meisterlandwirt Christoph Schmutz auf dem Hof Niederbölchen in Eptingen produziert, ist eine wahre Erfolgsgeschichte.
Wann auf dem Hof Nieder Bölchen in Eptingen der erste Käse hergestellt worden ist, weiss Meisterlandwirt Christoph Schmutz nicht. Aufgrund aufgefundener Gegenstände muss aber schon vor weit über 100 Jahren einer seiner Vorfahren die Milch zu Käse verarbeitet haben. Die Technik, Milch zu Käse zu verarbeiten war früher weit verbreitet. Denn nur durch das Verkäsen konnte die Milch früher in eine haltbare Form gebracht werden. Effiziente Kühlungsmöglichkeiten gab es damals nicht. Mit der aufkommenden Mobilisierung verkürzten sich die Transportzeiten was zu einer erhöhten Nachfrage nach Frischmilch führte. So wurden, wie Schmutz berichtet, in vielen Dörfern Sammelstellen errichtet und Milchgenossenschaften gegründet.
Die Silagefütterung, aber auch die zunehmenden staatlichen Eingriffe in den Milchmarkt hätten das Käsen in kleinem Rahmen zunehmend verunmöglicht.
Website:
Bölchenmutschli

Das Bölchenmutschli hat ca. 22 cm Durchmesser, die Höhe beträgt etwa 6 cm und das Gewicht ca. 2.5 kg
2004 startete der Jungbauer einen Versuch mit dem Verkäsen von Ziegenmilch und ein Jahr später von Kuhmilch. In das Jahr 2005 fällt auch die Geburtsstunde des mittlerweile berühmten Bölchenmutschli, ein Halbhartkäse aus silofreier Rohmilch. Da diese nie über 50 Grad Celsius erhitzt wird, benötigt Schmutz Milch von besonders guter Qualität. Basierend auf dem Grundrezept, das er natürlich nicht bis ins kleinste Detail verraten will, stellt er derzeit das Bölchenmutschli in einer milden und einer rezenten Form her. Ausserdem produziert Christoph Schmutz Varianten mit Kümmel, Schnittlauch und Bärlauch. Mit dem Erreichten gibt er sich aber nicht zufrieden. Deshalb probiert er laufend Neues aus.
Auf Bestellung stellt er auch kleinere Laibe mit einem Gewicht von einem Kilo her. Normalerweise käst Christoph Schmutz an zwei bis vier Tagen pro Woche. Wenn er den Tieren Silage verfüttert verzichtet er auf das Käsen, ebenso zur Zeit der Heuernte oder wenn er im Militärdienst steckt. Dann liefert er die Milch, wie die andern Eptinger Milchproduzenten, an der Sammelstelle im Dorf ab. Etwa ein Drittel der produzierten Milch, rund 35 000 Kilo, verarbeitet Schmutz zu Käse. Für das Produzieren, Pflegen und Vermarkten des Käses wendet der Käser jährlich etwa 1500 Stunden auf, was in etwa einem 50% Pensum entspricht.
Die Bölchenmutschli aus der Hofkäserei Schmutz werden etwa zur Hälfte in Dorfläden und Restaurants in der Region abgesetzt. Die andere Hälfte verkauft der Käser direkt ab Hof oder liefert nach Hause. Begonnen hat der innovative Niederbölchenbauer 2003 mit Ziegenkäse. "Leider spricht der Geisskäse nur wenige Leute an", sagt Schmutz. Folglich spezialisierte sich Schmutz auf das Bölchenmutschli aus reiner Kuhmilch, wobei der tiefe Milchpreis zusätzliche Anreize schaffte. Die regelmässigen Komplimente und das Gefühl weniger vom Milchpreis abhängig zu sein, geben ihm die Energie, diesen aufwändigen Betriebszweig bis heute weiterzuführen. Regelmässige und meist unangemeldete Kontrollen des kantonalen Lebensmittelinspektorats und des Bundesamt für Landwirtschaft sowie regelmässige mikrobiologische Analysen des Endprodukts stellen sicher, dass nur einwandfreier Käse in den Handel kommt. Nebst der Käseproduktion betreibt Christoph Schmutz Kälbermast und Viehzucht. Er legt grossen Wert auf die Ökologie. So bewirtschaftet er einen grossen Teil der Weiden und Wiesen extensiv.
Text: Otto Graf